Aktuelles aus Prishtinë (Pristina), Mitrovica, Prizren, Prizeren, Pejë, Pec - Historisches zu Kosova und UCK
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12.08.2020
Der Leiter der EULEX Mission in Kosova ist der französische Generalleutnant Yves de Kermabon. Diese Person ist für die Menschen in Kosova eine perfide Provokation. Die EULEX Mission beansprucht mit knapp 2000 Richtern und Polizisten absolute exekutive Vollmachten, unter dem Dach der UNMIK, im Land. Der politische Chef der Mission ist der Niederländer Pieter Feith. Die EULEX arbeitet auf der Basis der UN Resolution 1244 nach der Kosova ein Bestandteil

"Die gegenwärtigen Kapazitäten des Sektors für psychische Krankheiten reichen bei weitem nicht aus, um den Behandlungsbedürfnissen der Bevölkerung in Bezug auf psychische Krankheiten gerecht zu werden." Dies steht in einem Bericht der United Nations Kosovo Team vom Januar 2007. Wir dokumentieren den Bericht zum Gesundheitswesen in Kosova weil er klar macht wie katastrophal die Situation ist.

Am 25 Mai 04 trat UN Protektoratsleiter Holkeri von seinem Posten in Kosova zurück. Offiziell werden gesundheitliche Gründe für den Schritt genannt. Tatsache ist, die UNMIK hat bei allen Nationalitäten in Kosova ausgespielt. Die Mehrheit der Kosovaalbaner nennt die UNMIK "Armik", zu deutsch Feind. Spätestens die Ereignisse vom 17. und 18. März dieses Jahres, bei denen insgesamt 19 Menschen zu Tode kamen, belegten dies.

Nächste Woche gibt der deutsche Kaviardiplomat Michael Steiner seinen Posten als UNMIK- Protektoratsleiter in Kosova auf. Seine Amtszeit betrug anderthalb Jahre. In der deutschen Presse wird seine Tätigkeit in Kosova als durchwachsen dargestellt. Die meisten Menschen in Kosova weinen Herrn Steiner keine Träne nach. Denn das Leben in Kosova ist mehr als schwierig, es herrscht ein ökonomisches Desaster und die Zukunft des Gebietes ist völlig unklar. Von vielen wird die Arroganz der UNMIK und ihr kolonialer Stil kritisiert. Die UNMIK selbst wird als Problem für das Vorwärtskommen des Landes begriffen. Dennoch feiert Herr Steiner seine Tätigkeit in einem Bericht an die UNO, der in der heutigen Süddeutschen Zeitung zu lesen ist.

Mitte Mai beschloß das Parlament in Kosova mit 78 gegen 42 Stimmen das Recht auf einen eigenen Staat. Dieses Recht soll in absehbarer Zukunft umgesetzt werden. Zusätzlich verabschiedete das Parlament eine Resolution, welche den Kampf der UCK "Für Freiheit und Unabhängigkeit" rechtfertigte. Scharf verurteilte der deutsche Protektoratsleiter Michael Steiner die Parlamentsentscheidung. Steiner erklärte: "Die UNO erwarte, dass das Parlament, Kosovo in die Zukunft führt und nicht den Weg in die Vergangenheit beschreitet". Der Parlamentsbeschluß hat keinerlei Gültigkeit, denn jede Entscheidung muß von der UNMIK akzeptiert werden.

Michael Steiner ist seit Januar 2002 UNMIK Protektoratsleiter in Kosova. Jetzt kündigt er nach einem Bericht der albanischen Tageszeitung Koha Ditore, vom 10.5.03 seinen vorzeitigen Abschied an. Auf der internationalen Bühne, wird fieberhaft ein Nachfolger gesucht. Die internationale Presse bescheinigt dem deutschen Kaviardiplomaten Steiner, im wesentlichen ein „unglückliches Krisen- Management in Kosovo“.